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Unser allererstes Treffen mit Jason im Aug. 2004

8. April 2008 – 11:08

Ich war gerade zurück von einem unglaublichen Erlebnis, einem Matt Goss-Gig in London. Ich konnte mein Glück noch gar nich so recht fassen, dass ich Matt persönlich getroffen hatte und da überkam mich die Idee. Nachdem ich nun ein Idol meiner Jugend im Konzert erlebte und hinterher traf, fragte ich mich, was wohl mein anderes Idol, Jason Donovan, machen würde. Bereits zwei oder drei Jahre zuvor ich auf der Suche nach Jason Donovan im Internet. Und nun war ich es wieder.

Ich stieß auf die englische Fanseite, ehemalige Fans trafen und treffen sich hier, um sich über Jason auszutauschen und mitzuverfolgen, was Jason heute macht. Wie es der verrückte Zufall wollte, hatte Jason einige Gigs im Sommer 2004 und der in Stevenage, nahe London Luton, schien perfekt. Ich rief meine Freundin an, die mich wohl nicht für voll nahm, weil ich noch high von Matt war, und fragte sie, ob sie nicht Lust hätte, unser Teenie-Idol zusammen mit mir bei einem Gig zu erleben. Sie zögerte lange und deswegen rief ich direkt die Disko an, um mehr Informationen und Details zu erfahren. Schließlich sollte sich die Mühe, der 36-h-Trip (ohne Schlaf) lohnen und meine Freundin brauchte einen wirklich sehr guten Grund, um in die Puschen zu kommen.

Ich konnte es selbst nicht fassen, als ich durch einen neuen glücklichen Zufall den Manager der Disko am anderen Ende des Telefons hatte. Sobald er hörte, dass wir extra aus Deutschland rüberfliegen würden, um Jason Donovan in seiner Disko zu sehen, hatte er mir glatt versprochen, ja, sogar die Hand dafür ins Feuer gelegt, dass wir Jason nach der Show persönlich treffen werden – hinter der Bühne. Und nicht nur das, wir hätten freien Eintritt, Freigetränke und Jason inklusive. Na, wenn das kein Anreiz war …

Meine Freundin dachte, ich würde sie verulken, als ich ihr diese Neuigkeiten überbrachte. Sie wollte doch nur Details zum Gig und nun war sie mit einem persönlichen Treffen mit JD konfrontiert. Obwohl sie alles für sehr unglaubwürdig und verrückt hielt, bekam ich doch das Okay von ihr, den Flug für uns beide zu buchen.

Und so machten sich zwei verrückte Hühner auf den Weg nach London Luton und dann Stevenage.

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich sehr aufgeregt war, gar nicht mal wegen Jason, sondern der Tatsache, dass ich 36 Stunden mit meiner Freundin verbringen würde und die Angst, man könnte sich anzicken, war groß. Wir zickten uns zwischendurch auch an – wie sollte es bei Weibern anders sein -, aber das änderte sich im Verlauf der Ereignisse, die sich überschlugen.

In Luton angekommen war meine Freundin nach einer kurzen Shopping-Tour bereits so knülle, dass es ihr egal war, ob dort ein Jason Donovan live auf der Bühne stehen würde und seine alten Songs zum Besten geben würde. Es war wirklich eine Herausforderung einerseits und eine bescheuerte Idee andererseits, von morgens 4 Uhr bis fast Mitternacht zu reisen und zu warten, um einen Mann zu sehen, den wir vor 15 Jahren anhimmelten. Wirklich bewusst war uns die Tatsache nicht, dass wir tatsächlich Jason treffen würden und nicht nur das … Der Manager der Disko simste uns am Nachmittag öfter und öfter an und an dieser Stelle war uns die ganze Geschichte doch ein wenig unheimlich geworden. Würden wir Jason treffen oder würden wir jetzt verschleppt werden? Klar schien uns das beiden nicht mehr zu sein. Wie soll man auch in der heutigen Welt einem wild fremden Menschen vertrauen und der will einen auch noch direkt zu Jason führen. Das klang alles sehr surreal.

Wir trafen den Manager dann in der Disko. Er war supernett zu uns. Gleich als wir ihn sahen, schämten wir uns für unsere Gedanken. Dieser Mensch iwar der freundlichste, höflichste und hilfsbereiteste, den wir hätten erwarten können . Jemand, der so großzügig ist und uns so einen Traum erfüllt, kann nur ein Engel sein. Er machte sich ein wenig lustig über unsere Jason-Aktion, aber er fand es toll, Deutsche in seiner Disko zu haben, die ein wenig verrückt waren. Den ganzen Abend über stand er am Mischpult und zwischen den Platten, die er auflegte, verkündete er mehrmals durch das Mikrofon, dass Ulrike & Ulrike aus Germany die Special Guests des Abends waren.

Alles schien sehr verrückt und noch verrückter schien es, als sich die meist Jugendlichen an die Bühne drückten, drängelten und schubsten, als ein gewisser Jason die Bühne betrat. Und? Wer saß nicht irgendwo an einem Tisch in der Ecke, Jason völlig ignorierend aufgrund unzähliger Strapazen und eines sehr langen Tages? Richtig, meine Freundin. Gemeinsam in der zweiten Reihe verfolgten wir den Kurzgig, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ja, und dann kam unser großer Moment. Wir stürzten uns noch einmal kurz an die Bar, kippten einen Orangensaft hinter, um auch eine geölte Stimme für den Smalltalk mit Jason zu haben und da hörten wir sie schon wieder, unsere Namen schallten aus den Lautsprechern. Wir sollten umgehend und auf dem kürzesten Weg hinter der Bühne erscheinen. Natürlich drängelten sich unzählige weibliche Fans an die Backdoor, aber nur wir wurden durchgelassen. In aller Panik, nicht mit einem Becher O-Saft zu stehen und nicht zu wissen, wohin damit, ließ ich ihn einfach am Bühnenrand stehen und dann … dann …

… betraten wir den Raum. Drinnen standen der Ents Manager, seine Freundin und zwei weitere Mädels sowie der Fahrer von Jason – ach ja – und Jason! Das war nun der große Moment. So stellte ich mir immer „Bravo-Leser treffen ihre Stars“ vor. Ich war wirklich cool in diesem Moment. Ich wollte vor allen Dingen meiner Freundin einen unvergesslichen Abend bereiten. Mit diesem Erlebnis konnte ich ihr ein wenig in unserer Freundschaft zurückgeben, die ich in der Vergangenheit doch arg belastet hatte. Es war ein unvergessliches Ereignis, besonders als Jason sich daran versuchte, uns ein Autogramm mit unserem Namen zu geben. Wir erklärten uns dann mit einem UlrikA einverstanden. Was ist schon ein Name? Zu guter Letzt gaben wir ihm noch unsere Mitbringsel aus good old Germany: Haribo Goldbärchen, eine kleine Flasche Rotkäppchen Sekt und einen Kalender für 2005 mit tollen Deutschland-Motiven.

Tja, natürlich gab es Küsschen, Umarmung und Fotos, doch dann war es leider schon Zeit, Abschied zu nehmen. Jason schaute sich ein letztes Mal um, bevor er den Raum verließ und wir in unserem Glück schwelgten. Der Manager und die anderen im Raum zogen uns für den Rest der Nacht auf, aber auch wir mussten uns schon bald auf den Weg machen – zurück zum Flughafen, wo uns eine kuschlige Nacht auf dem Fußboden erwartete. Doch in Trance des Erlebten verging auch dieser weniger schöne Teil unseres Trips. In Berlin angekommen nahmen uns unsere Männer in Empfang und mussten sich unsere verrückten Erlebnisse anhören und die peinliche Fotos über sich ergehen lassen.

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